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Meniskusschaden
Inhalt
Die Menisken liegen im Kniegelenk als c-förmige, im Querschnitt dreieckige Scheiben zwischen dem Schienbein und dem Oberschenkel. Es werden Außen- und Innenmeniskus unterschieden. Aufgabe der Menisken ist es, den Druck auf die Knorpelflächen zu verringern und das Kniegelenk zu stabilisieren. Meniskusschäden sind die Folge eines Unfalles, eines schleichenden Gewebeverschleißes, oder einer regelmäßigen Überlastung. Bei einem Unfall findet sich oft die Kombination mit einem vorderen Kreuzbandriss. Meniskusschäden können eine Reihe unterschiedlicher Formen annehmen. Da lediglich die äußeren, der Kniegelenkkapsel zugewandten Anteile der Menisken durchblutet sind, fehlt diesem Gewebe weitgehend die Fähigkeit zur Heilung. Meniskusschäden äußern sich durch Schmerzen über dem sog. Gelenkspalt an der Innen- oder Außenseite des Kniegelenkes. Wenn größere Meniskusanteile abgerissen sind und in das Gelenk einschlagen, verspüren die Patienten typischerweise Einklemmungserscheinungen. Die Diagnostik von Meniskusverletzungen ist zumeist durch die ärztliche Untersuchung bereits sicher möglich. Die Magnetresonanztomographie (MRT) bietet die Möglichkeit, den Schaden im Bild zu erkennen. Allerdings kann das endgültige Schadensausmaß erst im Rahmen der Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie) unter Tasthakenuntersuchung abschließend beurteilt werden. Meniskusschäden, welche sich durch Beschwerden bemerkbar machen, sollten durch eine arthroskopische Operation behandelt werden, da eine spontane Heilung nicht zu erwarten ist.
Eine Sonderform des Meniskusschadens stellt das Meniskusganglion dar. In der Regel kommt es in Kombination mit einem Meniskusriss zur Bildung einer Zyste an der Basis des Meniskus, welche mit zäher Flüssigkeit gefüllt ist. Ein Ganglion kann im Gelenk sitzen oder durch die Kniegelenkkapsel hindurch reichen. Häufig ist der Außenmeniskus betroffen.
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Unterschiedliche Meniskusrissformen
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Um die Menisken zu erhalten, wird in der arthroskopischen Operation die Meniskusnaht angestrebt. Allerdings ist diese Therapie nur bei speziellen Rissformen und fehlendem Verschleiß des Gewebes anzuwenden. Für die Meniskusnaht im sog. Hinterhorn verwenden wir Spezialinstrumente, welche in Naht-Ankertechnik eine sichere, arthroskopische Naht erlauben. Der vordere Anteil wird – ebenfalls in arthroskopischer Technik - über sehr kleine Zusatzschnitte genäht. In der Nachbehandlung nach Meniskusnaht muss die Gewebeheilung geschützt werden. Über einen Zeitraum von 6 Wochen erfolgen der zunehmende Lastaufbau sowie eine Steigerung des Bewegungsausmaßes. Sportunfähigkeit besteht für ca. 3-4 Monate (Nachbehandlung Meniskus).
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Naht eines Außenmeniskus-korbhenkelschadens
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Kann ein Meniskus nicht genäht werden, so werden die geschädigten und abgelösten Anteile entfernt (partielle/subtotale Meniskusresektion). Dieses geschieht durch die Verwendung mechanischer Schneidewerkzeuge. Anschließend wird die Schnittfläche geglättet. Bei der Entfernung von Meniskusgewebe wird nach der Maxime gehandelt: „So viel wie nötig – so wenig wie möglich. Nach einer Meniskusteilentfernung kann das Bein zügig wieder belastet werden. Eine Beschränkung der Beweglichkeit wird nicht vorgegeben. Die Rückkehr zu sportlichen Aktivitäten erfolgt nach ca. 4 Wochen.
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Teilresektion bei Innenmeniskusriss
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Bei einem jungen Menschen droht insbesondere auf der Außenseite (lateral) nach fast vollständiger Meniskusentfernung ein frühzeitiger Verschleiß des Gelenkknorpels. Falls sich noch ausreichendes Meniskusrestgewebe findet, kann ein Meniskusteilimplantat (z.B. Menaflex® der Fa. Regen) eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um ein Kollagengerüst, welches für den jeweiligen Patienten zugeschnitten und über einen erweiterten arthroskopischen Eingriff in den Defekt eingenäht wird. Die Kostenübernahme für dieses Verfahren ist im Einzelfall zu prüfen.
Bei vollständigem Meniskusverlust besteht die Möglichkeit, ein durch Tieffrieren haltbar gemachtes Leichentransplantat einzusetzen. Hierbei handelt es sich um ein logistisch sehr aufwendiges Verfahren, das im individuellen Falle geplant werden muss.
Für alle Meniskusersatzverfahren gilt, dass der Erfolg wesentlich davon abhängt, ob die folgenden Grenzen berücksichtigt werden: (1) Kein Übergewicht, (2) keine hochgradigen Knorpelschäden/Arthrose, (3) gerade oder korrigierbare Beinachse, (4) stabiles oder stabilisierbares Kniegelenk, (5) keine Gelenkentzündung (z.B. Rheuma). Somit gilt, dass Störungen des Kniegelenkes. welche mitverantwortlich für den Meniskusschaden sind, mitbehandelt werden müssen. Hierbei handelt es sich z.B. um eine Achsabweichung (O-Bein: genu varum, X-Bein: genu valgum), welche durch eine Umstellungsoperation therapierbar ist. Ebenso muss eine Kniegelenkinstabilität, z. B. nach einem Kreuzbandriss, zunächst durch eine Kreuzbandplastik behandelt werden.
Entfernung eines Meniskusganglions
Liegt das Ganglion im Gelenk, so kann dieses als Ganzes entfernt werden und ein evtl. vorliegender Meniskusriss saniert werden.
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Bei der häufiger vorliegenden Lage des Ganglions im Bereich der Kapsel
wird zunächst der Meniskusschaden operiert. Häufig kommt es dann
zur spontanen Entleerung des Ganglioninhaltes in das Gelenk. Das Ganglion
wird von innen ausgefräst. Gelegentlich wird von außen über
dem Ganglion ein Schnitt angelegt und die Zyste entfernt.
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