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Chronische Sprunggelenksinstabilität


Allgemeines

Sprunggelenksverletzungen mit einem Verdrehtrauma (Distorsionen) sind häufige (Sport-) Verletzungen. In der Mehrzahl der Unfallereignisse ist der Außenbandkomplex des oberen Sprunggelenkes verletzt. Überwiegend können Bandverletzungen erfolgreich konservativ behandelt werden. Bei immer wiederkehrenden Distorsionen kann eine operative Intervention erforderlich sein.

Diagnostik

Zunächst einmal erfolgt die klinische Untersuchung durch den behandelnden Arzt. Hier zeigt sich bei der chronischen Instabilität eine vermehrte Aufklappbarkeit des äußeren Gelenkspaltes im Seitenvergleich. Des Weiteren berichtet der Patient über ein subjektiv empfundenes Instabilitätsgefühl sowie wiederkehrende Schwellungen des Sprunggelenkes. Röntgenaufnahmen sind i. d. R. unauffällig. Gehaltene Röntgenaufnahmen sind hier hilfreich. Hierbei wird durch eine definierte Kraft das Sprunggelenk in eine Position gedrückt, wobei es bei eine chronischen Bandinstabilität zu einer vermehrten Aufklappbarkeit im äußeren Gelenkspalt sowie zu einem vermehrten nach vorne Schieben des Sprungbeines gegenüber dem Unterschenkel kommt.

Schematische Darstellung (Bild links) und Röntgenbild (Bild rechts) der gehaltenen Aufnahme am oberen Sprunggelenk zur Diagnostik einer Verletzung des Außenbandkomplexes, Sprunggelenk links

Operation

Indikationen für eine operative Therapie sind objektive Belege für eine chronische Instabilität, die nicht auf eine konservative Therapie angesprochen hat. Hier gibt es zahlreiche Operationsverfahren, die sich nach der vorliegenden Instabiltät richten. Es kommen Verfahren von der reinen Bandnaht bis hin zu aufwendigeren Knochenhautplastiken und/oder Sehnenverlagerungen zur Anwendung.

Exemplarische Darstellung der direkten operativen Bandnaht (Außenbandkomplex)

Exemplarische Darstellung einer operativen Sehnenplastik (Sehne des Musculus peroneus brevis) (Außenbandkomplex)

Nachbehandlung

Nach der Operation ist eine Ruhigstellung des operierten Sprunggelenkes im Unterschenkelgips für einen Zeitraum von 6 Wochen zu empfehlen. Diese Ruhigstellung ist erforderlich, damit das genähte Sehnen- und Bandgewebe fest miteinander vernarben kann. In dieser Zeit erfolgen Bewegungsübungen des Sprunggelenkes aus der Schiene heraus. Dieses erfolgt unter krankengymnastischer Beübung. Für den Zeitraum der Entlastung ist eine Thromboseprohylaxe erforderlich.