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Luxation der Peroneussehnen


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Die Sehnen des Musculus peroneaus brevis und longus (Peronealsehnen) verlaufen an der Außenseite am Sprunggelenk hinter dem Außenknöchel zum Fuß. Sie ermöglichen das Anheben des Fußaußenrandes (Pronation).

Die traumatische Luxation der Sehnen (d. h. ein von hinter dem Außenknöchel nach vorne „Springen”) ist eine seltene Verletzung. Sie ist schwierig zu stellen und wird oft übersehen. Es kann entsprechend zu einer chronischen Luxation der Sehnen kommen, ggf. zu einem permanentem vor dem Außenknöchel verlaufen. Das klinische Bild entspricht einer chronischen Sprunggelenksinstabilität (z. B. vom Patienten berichtete Gangunsicherheit auf unebener Erde), aber ohne objektivierbare Instabilität.

Schematische Darstellung des Sehnenverlaufes der Sehnen des Musculus peroneus brevis und longus (Peronealsehnen) hinter dem Außenknöchel, Sprunggelenk rechts

Diagnostik

Bei der klinischen Untersuchung kann häufig das von hinten nach vorne Schnappen der Sehnen durch ein Hochheben und nach außen Drehen (Dorsalflexion und Pronation) gegen Wiederstand provoziert werden. Häufig ist dieses mit einem „klickenden Geräusch” verbunden, ggf. kann man die Sehnen vorne auf dem Außenknöchel liegend tasten. Eine Röntgenuntersuchung des oberen Sprunggelenkes dient zum Ausschluß von knöchernen Fehlbildungen.

Therapie

Kommt es trotz Gipsruhigstellung und/oder Behandlung mit einer Sprunggelenksbandage durch die konservative Therapie nicht zu einem Erfolg ist nur die operative Intervention zielführend.

Hier gibt es unterschiedliche Operationsverfahren, die sich entsprechend des vorliegenden Befundes erklären. (1) Ist die Sehnenscheide mit glatten Rändern gerissen, so empfiehlt sich die direkte Naht der Sehnenscheide. (2) Ist die Sehnenscheide ausgedünnt wird sie mit einem Knochenhautlappen (Periostlappen) verstärkt. (3) Ist die Sehnenrinne am Außenknöchel nicht tief genug, so wird diese vertieft und/oder ein knöchernes Segment des Außenknöchels als Überbrückung nach hinten geschoben.

Schematische Darstellung möglicher Operationsverfahren (1) direkte Naht der Sehnenscheide (Bild links), (2) Verstärkung der Sehnenscheide mit Knochenhaut (Periostlappen) (mittiges Bild), (3) nach hinten verschobenes Knochensegment am Außenknöchel (Bild rechts), Sprunggelenk rechts

Nachbehandlung

Nach der Operation ist eine Ruhigstellung des operierten Sprunggelenkes im Unterschenkelgips für einen Zeitraum von 6 Wochen zu empfehlen. Diese Ruhigstellung ist erforderlich, damit das genähte Sehnen- und Bandgewebe fest miteinander vernarben und ein ggf. verschobenes Knochensegment knöchern anwachsen kann. In dieser Zeit erfolgen Bewegungsübungen des Sprunggelenkes aus der Schiene heraus. Dieses erfolgt unter krankengymnastischer Beübung. Für den Zeitraum der Entlastung ist eine Thromboseprohylaxe erforderlich.